Was ist kognitive Verhaltenstherapie?

Psychotherapie bedeutet die professionelle Behandlung psychischer Störungen bzw. psychisch bedingter körperlicher Beschwerden mittels wissenschaftlich fundierter Methoden.
Die kognitive Verhaltenstherapie, die ich in meiner Praxis anbiete, ist eines von drei derzeit in Deutschland zugelassenen Verfahren zur Behandlung psychischer Störungen. Sie zeichnet sich insbesondere durch die Annahme aus, dass jedes Verhalten erlernt wurde (und zum damaligen Zeitpunkt auch sinnvoll war) und somit auch wieder verlernt werden kann. Ziel der Therapie ist es also dysfunktionales, d.h. nicht zielführendes Verhalten wieder zu ver- und neue Verhaltensweisen zu erlernen.
Mit Verhalten ist in diesem Zusammenhang nicht nur das beobachtbare Handeln einer Person gemeint sondern auch ihre Gedanken, auch Kognitionen genannt, und Gefühle.
Ein weiteres wichtiges Merkmal der Verhaltenstherapie ist der Fokus auf dem Hier und Jetzt. Es sollen neue Verhaltensweisen erlernt werden, die Ihnen in der gegenwärtigen Situation helfen besser zurecht zu kommen.
Die Verhaltenstherapie entwickelt sich aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse stetig weiter. Zunehmend kommen deshalb unter Anderem auch achtsamkeitsbasierte und hypnotherapeutische Verfahren sowie Elemente aus der Schematherapie zum Einsatz.

Abhängig vom Schweregrad der psychischen Erkrankung kann eine Kurz- oder eine Langzeittherapie durchgeführt werden.
Die Therapiesitzungen dauern in der Regel 50 Minuten und finden zu Beginn meist wöchentlich statt. Im weiteren Verlauf kann es sinnvoll sein, die Frequenz auszudehnen.

Verhaltenstherapie ist bei den folgenden psychischen Störungen / Problematiken indiziert:

  • Abhängigkeitserkrankungen (z.B. Alkohol, Cannabisabhängigkeit, Spielsucht, Kaufsucht)
  • Bei den stoffgebundenen Süchten (wie z. B. bei Alkohol und Cannabis) ist Abstinenzfähigkeit und -motivation Voraussetzung für die Behandlung!
  • Affektive Störungen (z.B. Depressionen, bipolare Erkrankungen, Dysthymie)
  • Angststörungen (z.B. Agoraphobie, spezifische Phobien, soziale Phobie, Panikstörung, generalisierte Angststörung)
  • Belastungsstörungen (z.B. Anspassungsstörung, Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS))
  • Essstörungen (z.B. Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge eating, Adipositas)
  • Impulskontrollstörungen (z.B. Trichotillomanie, Kleptomanie)
  • Persönlichkeitsstörungen und Beziehungsstörungen (z.B. emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ, abhängige Persönlichkeitsstörung, histrionische Persönlichkeitsstörung)
  • Psychosomatische Erkrankungen (z.B. Spannungskopfschmerz, Migräne, Bluthochdruck, Neurodermitis)
  • Psychotische Erkrankungen (z.B. paranoide Schizophrenie, wahnhafte Störungen)
  • Bei diesen Erkrankungen wird ambulante Psychotherapie als Ergänzung zur psychiatrischen und pharmakologischen Behandlung eingesetzt.
  • Schlafstörungen (z.B. Alpträume, Ein- und Durchschlafstörungen)
  • Sexuelle Funktionstörungen (z.B. Orgasmusstörung, Dyspareunie)
  • Somatoforme Störungen (z.B. Schmerzstörungen, hypochondrische Störung)
  • Störung der Geschlechtsidentität (z.B. Transsexualismus, Transvestitismus unter Beibehaltung beider Geschlechtrollen)
  • Störung der Sexualpräferenz (z.B. Fetischismus, Exhibitionismus, Voyeurismus)
  • Zwangsstörungen (Zwangshandlungen und Zwangsgedanken)
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